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Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Mittwoch, 4. August 2010

Wenn es Nacht wird im Hinterhofgarten

An lauen Sommerabenden sitzt man gerne im Garten bis es dunkel wird. Und während sich Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und Vögel mit zunehmender Dämmerung langsam zu Ruhe setzen, bringen andere Kreaturen Leben in den Hinterhofgarten. Im Dunkeln zu fotografieren ist eine kleine Herausforderung, insbesondere bei den sich schnell bewegenden Tieren ist das Scharfstellen nicht ganz einfach und manchmal ein reines Glücksspiel.

Die Lilien verströmen besonders abends ihren intensiven Duft. Dadurch werden viele Insekten angezogen, vom kleinen Käfer bis zu größeren Faltern.

Nachtfalter am Hammerstrauch, die Hammerstracuhblüten werden mehr von nachtaktiven, als von tagaktiven Insekten angezogen.

EinNachtfalter auf der Spronblume

Und wo so viele Insekten nachts unterwegs sind, fühlen sie die Fledermäuse wohl.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Leuchtend Grün auf tiefem Blau

Eigentlich wollte ich gestern früh fotografisch dokumentieren, was aus meinem „Blaue Hortensie“-Experiment wurde. Auf einer der Blütendolden saß ein leuchtend grünes Heupferd – welch ein Farbkontrast!
Und so stellt die blaue Hortensienblüte ‚nur noch’ die Kulisse dar für diesen grünen Grashüpfer.

Die Hortensie blüht nun, wie man sieht, in einem dunkeln Blauviolett.

Ausschlaggebend für die nun sehr kräftige Färbung der blauen Hortensienblüten ist nicht nur die Versorgung mit Kalium-Alaun, sondern auch das Einstellen auf den richtigen pH-Wert. Die Hortensie steht in einem Topf und bekommt regelmäßig (alle 1-2 Wochen) Essig ins Gießwasser (ca. 2 cl Essig auf ein Liter).



Sonntag, 4. Juli 2010

Stachelbeermarmelade

Die Stachelbeeren sind reif. Stachelbeeren gehören zu meinen Lieblingsfrüchten, egal ob roh oder als Marmelade. Richig gut sind Stachelbeeren aber nur, wenn sie wirklich frisch sind - am besten direkt vom Strauch. Wobei ich durchaus nachvollziehen kann, dass manche diese oft sauren und auch etwas herben Früchte nicht mögen.

Heute gab es auch einen Topf voll Stachelbeermarmelade - klassisch Früchte:Zucker 1:1, die Früchte nur teilweise verletzt, so dass noch fast komplette Beeren wie kandierte Früchte in der Marmelade sind - lecker!


Nachtrag, als Ergänzung das gesamte Prozedere zur Herstellung der Stachelbeermarmelade: Die frisch gepflückten Stachelbeeren werden gewaschen und von den kleinen grünen Stielen sowie wenn möglich vom Blütenrest befreit. Wichtig ist, dass nur einwandfreie Früchte verwendet werden. Ich gebe die Früchte in einen Topf und vermische diese mit der gleichen Menge Zucker. Die Früchte werden teilweise mit einem spitzen Messer angepickst - einfach mit dem Messer durch die Zucker-Früchte-Masse stechen. Das ganze dann vorsichtig erhitzen, man muss aufpassen, dass der Zucker nicht anbrennt, da zunächst alle Flüssigkeit in den Beeren ist. Regelmäßig umrühren. Parallel dazu oder kurz zuvor Gläser mit Schraubverschluss mit heißem Wasser und Spülmittel gut reinigen und klarspülen. Ob man dazu einheitliche Gläser neu kaufen will oder Gläser mit Schraubverschluss sammelt nachdem der Originalinhalt (Oliven, Gemüse, Rote Beete, Marmelade etc.) gegessen ist, ist Geschmackssache. Die sauberen Gläser und Deckel lege ich dann in einen mit heißem - fast kochendem - Wasser gefüllten Bräter zur Sterilisierung.
Nach ca. 30 Minuten Kochzeit kann eine Gelierprobe gemacht werden, etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben, abkühlen lassen und den Teller schräg halten, um zu prüfen, ob die Marmelade die richtige Konsistenz hat. Ist die Konsistenz ok, kann die Marmelade abgefüllt werden. Dazu die vorbereiteten Gläser aus dem heißen Wasser nehmen und Marmelade mit einer Schöpfkelle abfüllen. Dabei darauf achten, dass der Glasrand sauber bleibt. Sehr hilfreich ist dabei ein Marmeladentrichter (z.B. von WMF). Die Gläser nicht ganz füllen, Deckel fest draufschrauben und das Glas kopfüber auf die Seite stellen. Das Glas möglichst bis es abgekühlt ist nicht bewegen. Hört man nach dem umdrehen des Glases, dass Marmelade herausdrückt, ist das Glas nicht dicht und die Marmelade nicht haltbar. Entweder die Marmelade zurück in den Topf und ein anderes Glas verwenden oder dieses Glas in den nächsten Wochen verbrauchen. Marmelade in dichten Gläsern mit der 1:1-Mischung sind gut 2-3 Jahre haltbar, wobei die frische im Geschmack nach einem Jahr etwas nachlässt.

Montag, 21. Juni 2010

Seerose 2010

Gut zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr blüht unsere Seerose im Zinkkübel. Eine zweite Knospe wird sich auch bald öffnen. Die Blüte hatte sich vor zwei Tagen bereits gezeigt, nachdem es dann aber geregnet hat, hat sich die Blüte wieder verschlossen. Bei unserer Seerose handelt es sich um eine Nymphaea 'Albida', die eigentlich volle Sonne und eine Wassertiefe über 60 cm bevorzugt!

Sonntag, 20. Juni 2010

Neue Pflanzen

Heute haben wir endlich einige Pflanzen versorgt, die wir in den letzten Wochen geschenkt bekommen haben: Bartnelke (Dianthus barbatus), Ziersalbei (Salvia nemorosa) 'Ostfriesland', eine Passionsblume (Passiflora cearulea) und eine Lupine.

Ich glaube nicht, dass es allen diesen Pflanzen im Hinterhofgarten gefallen wird: die Lupine zeigt schon nach knapp zwei Wochen erhebliche Fraßspuren von Schnecken und der Bartnelke könnte einfach Sonne fehlen. Der Salbei wurde bisher von Schnecken gemieden, ob wir genügend Sonne für ihn haben wird sich zeigen. Bei der Passionsblume bin ich gespannt, wie sie sich macht.

Salbei und Bartnelke haben einen relativ sonnigen Platz in der Erde gefunden. Die Passionsblume und Lupine sind in einem Topf, die Passionsblume wird nicht winterhart genug sein und muss im Winter sicherlich rein - ein wenig muss ich mit dieser Pflanze noch beschäftigen - und die Lupine steht so in einem etwas vor Schnecken geschützen Platz.

Lupine (bevor sie von den Schnecken angefressen wurde)

Ziersalbei 'Ostfriesland'

Samstag, 19. Juni 2010

Und wieder Blüten im Regen, diesmal die Taglilie

Dieser Tage haben sich die ersten Blüten der Taglilie geöffnet. Nachdem es heute endlich mal aufgehört hat zu regnen, habe ich eine mit Regentropfen überzogenen Taglilienblüte aus unterschiedlichen Perspektiven abgelichtet.

Annäherung...

...von der Seite...

...und von Nahem

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, wo die Taglilie her kommt, sie ist schon lange im Hinterhofgarten. Vielleicht hatten meine Großeltern sie sogar schon gepflanzt, vielleicht ist es aber auch ein wilder Sämling, oder wir hatten sie einmal von Freunden geschenkt bekommen. Von der Beschreibung her könnte es sich um die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) handeln.

Einen schönen Einblick in die Vielzahl der Tagliliensorten liefert die Seite taglilien.de.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Der Hinterhofgarten-Blog im Fernsehen

Gestern hat der MDR in seiner Sendung "Garten" einen Beitrag über bloggende Hobbygärtner gebracht. Im Mittelpunkt stand der Blog "Vom Chaos zum Garten in der Elbaue".

In einer Sequenz wurden einige Fotos aus dem Hinterhofgarten gezeigt.




Den Beitrag über die Gartenblogs gibt es natürlich auch auf der Seite des MDR.