Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Sonntag, 6. Dezember 2009

2. Advent, jetzt ist der Garten winterfest

Nach einem frühen Wintereinbruch Mitte Oktober hatten wir einen sehr milden November und auch jetzt im Dezember gab es bei uns in der Stadt kaum einmal Frostnächte. Wir konnten uns also Zeit lassen mit dem Einräumen der Kübelpflanzen. So sind erst heute die letzten Fuchsien, die Pelargonien und der Jasmin Solanum zurückgeschnitten und ins Haus geholt worden.

Unseren Miniteich in der Zinkwanne habe ich heute auch trockengelegt und die Wasserpflanzen (Rohrkolben, Thalia dealbata, Seerose, Binsenlilie) wie im letzten Winter ca. einen Spaten tief im Boden eingegraben und zusätzlich mit etwas Reisig abgedeckt.

Die letzten Kiwis wurden schon vergangene Woche geerntet, inzwischen sind die Früchte der ersten Ernte auch schon genussreif.

Eine bemerkenswerte, nach meinen Recherchen nicht winterharte Pflanze steht noch im Hinterhofgarten und blüht in knalligem Rot-Pink. Es ist ein Ananassalbei, den wir dieses Jahr geschenkt bekommen haben. Den ganzen Sommer über war er nicht beonders dekorativ, doch jetzt kommt sein Aufritt. Das ist schon ein wenig skuril, wenn eine nicht winterharte Pflanze so spät im Jahr blüht.

Ananassalbei

Sonntag, 15. November 2009

Wintervorbereitungen

Heute wurden weitere Pflanzen ins Wintgerquartier umgezogen, trotz der milden Wettervorhersage für die kommende Woche. Ich möchte einfach nicht in Hektik bei einem bevorstehenden Wintereinbruch und entsprechendem Schmuddelwetter die großen und schweren Kübelpflanzen umziehen müssen. Mit dabei waren heute der Zitronenbaum, die Grapefruit und der Olivenbaum.

Außerdem wurden weitere Kiwis geerntet.

Montag, 26. Oktober 2009

Kiwiernte 2009

Unser Kiwistrauch hängt dieses Jahr recht voll, es sind sicherlich weit über 100 Früchte. Leider reifen die Kiwifrüchte nicht ganz aus am Strauch und sie müssen erst noch im Haus nachreifen bevor man sie genießen kann. Ich pflücke die Früchte nicht auf einmal, sondern über mehrere Wochen verteilt quasi portionsweise - diese Woche ging es los. Früher hatten wir die Kiwifrüchte oft auf einmal geerntet, wurden diese im Haus dann fast gleichzeitig reif, kamen wir kaum nach mit dem Verzehren der Früchte und letztendlich hat man sich dann auch überessen und keine Freude mehr daran. Übrigens, wenn man doch mal zu viele reife Kiwi auf einmal hat, die Früchte eignen sich gut um Marmelade zu kochen.

Die fast reifen Kiwifrüchte

Und auch noch einige reife köstlich-süße Feigen gibt es im Oktober im Hinterhofgarten

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Der Winter muss noch warten!

Nachdem dieses Jahr der Frühling fast ausgeblieben ist – wir hatten nach einem sehr langen Winter im April recht schnell warme Witterung ohne Spätfröste – scheint nun auch der Herbst sehr kurz zu sein. Vor zwei Wochen hatte es noch über 20°C und seit nun über einer Woche gibt es in weiten Teilen Deutschlands Nachtfröste und Schneefall bis in die Tieflagen.
In den vergangenen Jahren haben wir unsere Kübelpflanzen, subtropisches Obst (Zitrusfrüchte, Olive und Feige), Fuchsien usw. meist erst im November ins Winterquartier gebracht. Als vor gut einer Woche der frühe Wintereinbruch angekündigt wurde, habe ich mutig unsere nicht winterharten Kübelpflanzen im Hinterhofgarten gelassen und nicht schon ins Winterquartier umgezogen. Allerdings haben wir die Pflanzen näher an die schützende Hauswand gestellt. Alle mediterranen und subtropischen Pflanzen sind bisher ohne Schäden geblieben und wohlauf.
Zumindest der Winter im Hinterhofgarten muss noch warten!
Sind die Pflanzen sehr lange im Winterquartier gibt es nach meinen Beobachtungen zum Ende des Winters vermehrt Probleme mit Schädlingen wie Blattläusen und Schildläusen.

Eine Pflanzenart ist doch schon nach drinnen umgezogen, die Calla (eigentlich Zantedeschia). Diese tropische Knollenpflanze muss nun im Hebst trocken gehalten werden und einziehen. Das warme und trockene Haus entspricht da eher den natürlichen Gegebenheiten der ostafrikanischen Heimat als der feuchtkalte Garten.

Sonntag, 13. September 2009

Sechsbeiner des Sommers

Neben Hummeln besuchen derzeit vor allem Taubenschwänzchen den Hinterhofgarten. Heute ist mir solch ein hektischer Flugakrobat in den Abendstunden noch vor die Kamera geschwirrt. Eine gute Gelegenheit einmal einige Insektenfotos aus diesem Sommer zusammenzustellen.

Bei einigen Tieren bin ich mir nicht so sicher mit der Bestimmung, für Tipps bin ich dankbar.

Taubenschwänzchen an einer unserer Fuchsien

Schwebfliege in Konkardenblume

Schmetterling (Kleines Wiesenvögelchen?) auf der Minze

Grüne Stinkwanze auf der Chinesischen Trollblume

Kein Sechsbeiner, sondern eine grüne achtbeinige Spinne (evtl. Kürbisspinne - Araniella cucurbitina)

Grünes Heupferd(?)

Schwebfliege auf Staubgefäß der Lilienblüte.

Waldbrettspiel, hier mal auf einer Blüte, sonst meist auf Blättern zu finden.

Donnerstag, 20. August 2009

Calla (Zantedeschia) und Blaue Hortensie

Rückblick 1 - Calla
Dieses Frühjahr habe ich beim Discounter zwei Calla-Knollen (eigentlich Zantedeschia) mitgenommen. Nachdem die Pflanzen sich zunächst langsam entwickelte und mein Bericht vom Zwischenstand hier im Hinterhofgarten-Blog fast belächelt (oder bemitleidet?) wurde, sind die Pflanzen inzwischen buschig und bringen immer wieder neue Blüten hervor. Die Früchte haben wir bisher dran gelassen. Sollten diese entfernt werden um neue Blüten zu fördern? Die Früchte haben aber definitv auch Zierwert.

Zantedeschia Mitte August

Rückblick 2 - Hortensie blau färben
Im vergangenen Jahr hatte ich den Versuch unternommen eine unserer pinken Hortensien blau zu färben mittels saurer Rhododendron-Erde und Hortensien-Blau. Allerdings hat diese Hortensie im vergangenen Jahr gar nicht geblüht. Nachdem sich keine Knospen zeigten, habe ich dem Gießwasser kein Hortensien-Blau mehr beigemischt. Dieses Jahr hat die auserkorene Hortensie, so wie all die anderen Hortensien sehr prächtig geblüht, bzw. sie blühen noch kräftig. Die ersten Blüten die sich zeigten waren pink, wie gewohnt, darauf hin habe ich wieder das Hortensien-Blau dem Gießwasser (nur Regenwasser) beigemischt. Zunächst ohne größere Wirkung. Da die Blätter der Hortensie Chloroseerscheinungen hatten, war wohl der Boden nicht sauer genug um die Blaufärbung zu bewirken, was auch daran liegen kann, dass die Hortensie in einen offenporigen Tontopf (Kalkhaltig/alkalisch!?) steht. In den letzten Wochen habe ich dann dem Gießwasser zusätzlich etwas Essig beigemischt und die letzte Blüte, die sich vergangene Woche richtig geöffnet hat, hat nun deutliche Blautöne in den Blütenblättern gezeigt, auch wenn der Gesamteindruck eher violett ist.

Noch nicht so richtig blau, aber immerhin in Ansätzen.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Schnecken

Jetzt erwartet der gärtnerisch aktive Leser vielleicht Tipps, wie Schnecken von seinen Lieblingspflanzen fern gehalten werden können, wie diese schleimigen Zeitgenossen am besten gejagt, gesammelt oder gar vernichtet werden. Diesen Leser muss ich nun enttäuschen, denn hier geht es um die Ästhetik der Schnecken. Ja, ich finde Schnecken können etwas Ästhetisches haben. Wobei ich lediglich den Schnecken mit Häuschen dies zusprechen will, für gefräßige Nacktschnecken, egal ob winzig klein und weiß, etwas größer und schwarz oder von beachtlicher Größe und rotbraun oder gar getigert, kann ich mich freilich nicht begeistern.
Im Hinterhofgarten kommen zwei behauste Schneckenarten recht häufig vor, die geschützte Weinbergschnecke und die Hain-Bänderschnecke (oder handelt es sich vielleicht doch um die sehr ähnliche Garten-Bänderschnecke). Beide Schnecken dürfen auch im Hinterhofgarten bleiben, sind sie doch bei weitem nicht so gefräßig wie ihre nackten Kollegen, zumal sie sich auch zum Großteil von toten Pflanzenresten, Moosen und Algen ernähren.
Die Hain-Bänderschnecke ist auf mehrere Arten bemerkenswert, zum einen haben die Häuschen sehr unterschiedliche Zeichnungen: braun-weiß gestreift, knallgelb und blassgelb, ja fast weiß. Und zum anderen klettert die Hain-Bänderschnecke gerne, so findet man sie schon mal in einem Strauch empor gekraxelt, an der Wand in zwei Meter Höhe oder gar im Kiwi in fast drei Metern Höhe. Interessanterweise finden sich dort nie größere Fraßstellen!

Gebänderte Hain-Bänderschnecke im Stachelbeerbäumchen


Fast gelb monochrome Hain-Bänderschnecke in einer Lilienblüte...

... sie ist durchmarschiert ohne nur einen einzigen Biss von der duftenden Blüte zu nehmen.

Die unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke

Eine akrobatische Weinbergschnecke überbrückt so manche Spalte.


Weiterführende Links:
Wikipedia zur Hain-Bänderschnecke
Weichtiere.at zur Weinbergschnecke