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Kiwi

(Actinidia chinensis, Chinesischer Strahlengriffel) Der Kiwi-Strauch sorgt immer wieder für eine Überraschung bei unseren Gästen. Die meisten Menschen halten die Kiwi für eine tropische Frucht, dabei ist es viel mehr eine Pflanze der warmgemäßigten Klimazone mit dem Ursprung in den kühleren Regionen Chinas. Um es vorneweg zu nehmen, mit Frost hatten wir auf alle Fälle nie Probleme im Hinterhofgarten, im Winter decken wir den Fuß der Stämme mit Reisig ab, aber wahrscheinlich wäre das gar nicht nötig. Unser Kiwi ist winterhart.

Auch wenn der Frost im Winter selber kein Problem ist, ist die Vegetationsphase bei uns doch etwas zu kurz, denn die Früchte reifen in unseren Breiten bis zum ersten Frost am Strauch nicht ganz aus. Allerdings reifen die Früchte gut im Haus nach. Wir ernten jedes Jahr vier bis sechs Kilo Früchte. So richtig raus hatten wir es bisher noch nicht wie wir die Ernte so lagern, dass wir möglichst lange die Früchte genießen können. 2007 hat die Kiwi-Ernte ganz gut hingehauen: Wir haben in mehreren Schritten geerntet und bei unterschiedlichen Temperaturen Teile der Ernte gelagert, so werden die Kiwifrüchte nach und nach reif.

Kiwis gibt es ein- und zweihäusig. Einhäusig bedeutet, dass eine Pflanze nur weibliche oder männliche Blüten hat. Entsprechend sind dann mindestens eine weibliche und männliche Pflanze notwendig. Den Blüten nach zu urteilen haben wir eine zwittrige (zweihäusige) Kiwi-Sorte, zumindest gab es nie Probleme mit der Befruchtung. Aus fast jeder Blüte entsteht eine Frucht.

Der Kiwi-Strauch ist nun schon über 25 Jahre alt und wurde noch von meinem Großvater gepflanzt. Die Pflanze wächst zwischen Nachbars Hütte, Zaun und Hauswand und war zunächst durch dicke Drähte gestützt. Seit ca. einem Jahr habe ich die Drähte teilweise durch eine Holzkonstruktion ersetzt. Der Kiwi zeigt jedes Jahr ein beeindruckendes Wachstum, und wenn man nicht aufpasst wächst er einem im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf; ich schätze das sind bis zu 20 cm am Tag! Deswegen schneiden wir im Sommer immer wieder einzelne Ruten zurück und im Winter ist dann ein weiterer Schnitt nötig. Allerdings ist darauf zu achten auch nicht zu viel zurückzuschneiden. Der Kiwi trägt an den Trieben des Vorjahres, wurden diese komoplett oder zu stark zurückgeschnitten, fällt die Ernte gering aus! Beeindruckend ist auch das dicke Blätterdach, bei leichtem Regen kommt da nichts durch. Übrigens finde ich die großen weißen Blüten, die im Juni erscheinen, auch recht ansprechend!

Artikel zum Kiwi im Blog

Hintergrundwissen Kiwi (Strahlengriffel)

(lat. Actinidia chinensis)

Einordnung:

Strahlengriffelgewächse (Actinidiacea)

Herkunft:

China, Ostasien.

Wuchsform:

Kletternder/schlingender Strauch.

Standort:

Sonne und Halbschatten. Beschatteter Wurzelbereich bei Pflanzung empfehlenswert, hoher Wasserbedarf.

Boden:

Humoser, kalkarmer Boden.

Besonderes:

Viele Kiwi-Arten haben männliche und weibliche Pflanzen, zur Befruchtung sind ca. eine männliche Pflanze auf 4-6 weibleiche Pflanzen notwendig.

Kiwi im Winter

Der Kiwi nach dem Winterschnitt im Januar 2008.

Kiwi-Blüte

Zwittrige Blüte des Kiwi mit Staubblättern und Stempeln in strahlendem Weiß.




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Pflanzen-Bilder auf Hinterhofgarten.de aufgenommen mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera Pentax K100D
zumeist unter Verwendung des Sigma 105mm 2,8 EX DG Macro Objektivs.


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